Wirtschaft & Politik

Norddeutsche Gartenbauverbände ab 2018 zusammen

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Die Fusion des Wirtschaftsverbands Gartenbau (WGV, Bremen) und des Gartenbauverbands Nord (GVN, Hamburg) geht voran. Ab 2018 soll es nur noch einen großen Nordverband geben. Knackpunkte, die noch zur Diskussion stehen, sind die Satzung und die Beitragsordnung.

Die große Fusion im Norden ist eingeleitet: Hier die Tagung der Delegierten des Wirtschaftsverbands Gartenbau. Foto: Eberts

In der vorletzten Woche tagten die Delegierten von WGV und GVN. Hauptthema: Die Fusion der beiden Verbände zu einem großen Nordverband. Heißeste Diskussionspunkte der rund 55 Teilnehmer beim WGV waren laut Geschäftsführer Lutz Arnsmeyer die Satzung und die Beitragsordnung. „Die grobe Richtung steht jetzt aber“, äußerte er sich nach der Tagung zuversichtlich. Alles sei so eingestielt, dass es läuft.

Fusion der norddeutschen Gartenbauverbände dringend notwendig

Bereits seit zwei Jahren setzen sich die Präsidenten der beiden Verbände – Andreas Lohff, Gartenbauverband Nord, und WGV-Präsident Henning Sannemann – gemeinsam mit dem Thema Fusion auseinander. Denn eine Fusion ist, so heißt es in den Verbandsmitteilungen des WGV, aufgrund der sinkenden Betriebs- und Mitgliederzahlen und damit auch schrumpfender Beiträge dringend notwendig.

„Der Betreuungsbedarf der Mitgliedsbetriebe ist steigend. Sinkende Verbandsetats stellen die Verbandsleistungen infrage. Neue Synergien müssen für beide Verbände gesucht und gefunden werden“, bringt es der WGV auf den Punkt.

Viel Vorarbeit für geplanten Zusammenschluss

Für die Fusion wurde viel Vorarbeit geleistet: Bereits auf der Verbandstagung im Herbst 2016 sowie der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2017 wurden die grundsätzlichen Überlegungen den Delegierten vorgestellt. Die aus diesen Veranstaltungen entstandene Steuerungsgruppe habe an den Themenfeldern weitergearbeitet und stellte die neue Satzung als Kernstück der Zusammenarbeit nun den Delegierten vor.

Zudem versuchte man, sich über ein entsprechendes Beitragsmodell zu verständigen. „Uns allen ist klar, dass die Akzeptanz einer Zusammenarbeit auch eng damit verknüpft ist, inwieweit sich Beitragsveränderungen ergeben“, ließ Sannemann schon im Vorfeld verlauten.

Neuer Nordverband mit zwei Geschäftsstellen

Laut Lutz Arnsmeyer wird es künftig zwei Geschäftsstellen des neuen Nordverbands geben – eine in Bremen und eine in Hamburg. Die Geschäftsstelle in Hannover wurde bereits vor einiger Zeit aufgelöst. In Hamburg wird die Geschäftsstelle in Ellerhoop bleiben, dort besetzt Geschäftsführer Frank Schoppa weiterhin eine halbe Stelle für den Verband.

Künftig werden sich die beiden Verbände noch auf einen gemeinsamen Präsidenten einigen müssen. Derzeit gibt es einen Bewerber, weitere könne man sich für das Ehrenamt noch gut vorstellen, so Arnsmeyer.

Gemeinsame Fusionsveranstaltung im Februar

Wie es weitergeht, werden Delegierte und Mitglieder am 28. Februar 2018 erfahren. Für diesen Tag ist eine gemeinsame Fusionsveranstaltung angesetzt. Bis dahin ist eine aktive Mitarbeit an der Fusion, das Einbringen von Wünschen und Ideen seitens aller Mitglieder ausdrücklich erwünscht, betonen beide Verbände.

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