Wirtschaft & Politik

NRW: Berufsschulen bei Digitalisierung nicht vergessen

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Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat ein Investitionspaket in Höhe 350 Millionen Euro beschlossen. Damit solle die Digitalisierung in den Schulen beschleunigt werden. Darin vorgesehene Maßnahmen umfassen die Bereiche Technik, Pädagogik und Qualifizierung. Beim Landesverband Gartenbau NRW traf diese Entscheidung auf Zustimmung, wenngleich der Verband darauf verweist, Berufsschulen nicht zu vergessen.

Die Landesregierung NRW will in die Digitalisierung in Schulen investieren. Der Landesverband Gartenbau weist darauf hin, auch Berufsschulen mit einzubeziehen. Foto: StockSnap / Pixabay

350 Millionen Euro für digitales Lernen

Die Landesregierung habe laut eigener Aussage das bislang größte Investitionspaket für die Digitalisierung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen geschnürt. Insgesamt rund 350 Millionen Euro werden für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien investiert. „Dieses große Investitionsprogramm wird die Digitalisierung in unseren Schulen wie noch nie zuvor beschleunigen. So führen wir sie in die digitale Zukunft. Dabei verfolgen wir einen umfassenden Ansatz. Wir setzen mit unseren Maßnahmen auf einen Dreiklang aus Technik, Pädagogik und Qualifizierung, damit mit der Digitalisierung ein echter Mehrwert für die Qualität des Unterrichts entsteht“, erklärte NRW Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Berufsschulen dürfen nicht vergessen werden

Laut Landesverband Gartenbau NRW wird dieses Vorhaben der Landesregierung ausdrücklich begrüßt, wenngleich darauf hingewiesen wird, dass Berufsschulen nicht vergessen werden dürfen. Demnach haben Kinder nicht nur ein Recht auf gute Bildung, sondern sie sei der Schlüssel für erfolgreiche Abschlüsse in Ausbildung und Studium. „Das Investitionsprogramm ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung. Wichtig dabei ist, die Berufsschulen nicht zu vergessen, damit diese den Auszubildenden Fachwissen auf dem aktuellen Stand der Technik vermitteln können. Da besteht enormer Nachholbedarf“, erklärt Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW.

Gute Bildung große Herausforderung für die Zukunft

Laut einer Verbandsmeldung fehle es allein bei den Berufsschulen, nach einer Bedarfsprognose des Schulministeriums NRW in den nächsten zehn Jahren ungefähr 3.000 Lehrkräfte. „Mit dem Nachholbedarf in digitaler Infrastruktur und Lehre ist das eine enorme Herausforderung für die nächsten Jahre“, so Kähler-Theuerkauf weiter. Notwendig sei es zudem, die Lehrer dazu zu befähigen, Lerninhalte digital aufzubereiten und mit der aktuellen Technik auch umgehen zu können. Das sollte schon in der Lehrerausbildung vorgesehen sein fordert der Landesverband.       

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