NRW: Maßnahmenpaket zur intelligenten Flächennutzung

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Dem Flächenverlust im Land will die Landesregierung NRW mit ihrem beschlossenen Maßnahmenpaket aufhalten. Grafik: LANUV NRW

Jährlich geht bundesweit immer mehr Fläche verloren, sei es für Siedlungszwecke, oder den Ausbau von Verkehrswegen. Die Verknappung trifft auch den Gartenbau, da auch weniger Fläche für die gärtnerische und landwirtschaftliche Produktion zur Verfügung steht. Nordrhein-Westfalen hat kürzlich ein Maßnahmenpaket beschlossen, dass dem Flächenverlust entgegenwirken soll. Beim Gartenbauverband NRW trifft das Paket auf Zustimmung.

Intelligente und effiziente Flächenentwicklung

Mit einem Maßnahmenpaket zur intelligenten und effizienten Flächenentwicklung soll der Flächenverbrauch in NRW weiter eingedämmt werden. Bausteine seien unter anderem die Entwicklung eines Brachflächenkatasters oder eines Flächenzertifikathandels unter Kommunen. „Fläche ist endlich. Unterschiedliche Ansprüche führen zu Nutzungskonflikten und lassen die natürliche Ressource Boden immer knapper werden. Das Maßnahmenpaket zur intelligenten und effizienten Flächennutzung wird dazu beitragen, den Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen weiter zu senken“, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser zum beschlossenen Paket.

Zusätzliche Mittel für Flächenrecycling und Grüne Infrastruktur

Ein konkretes Ziel sei die verstärkte Aufbereitung von Brachflächen. Aus dem Konjunkturprogramm zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit Nordrhein-Westfalens wurden für Flächenrecycling und Altlastensanierung zusätzlich sieben Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem sollen zusätzlich fünf Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramms in die Förderung von Projekten der grünen Infrastruktur fließen. Ziel sei es laut Landesregierung NRW, landesweit ein durchgängiges Netz aus Grün- und Freiräumen zu schaffen.

Regionale Produktion mit Erhalt von Naturfläche in Einklang bringen

Das vorgestellte Maßnahmenpaket zur intelligenten Flächennutzung sei ein wichtiger Schritt, um den hohen Flächenverbrauch anzugehen, ist sich der Gartenbauverband NRW einig. Demnach führe die Verknappung der Fläche zu wachsender Konkurrenz bei gärtnerisch und landwirtschaftlich nutzbaren Anbauflächen. Exponentiell steigen zudem die Preise für Pacht, weshalb man dringenden Handlungsbedarf sehe. Regionale Produktion, die Entwicklung von Gewerbe und der Ausbau der Wohnfläche müsse zwingend mit Naherholungsansprüchen und dem Erhalt von Naturflächen in Einklang gebracht werden. Die im Maßnahmenpaket vorgesehenen Reaktivierung von Brachflächen, Konzepterstellung Grüne Infrastruktur, sowie ein Zertifikatehandel für Ausgleichsmaßnahmen um den Flächenverbrauch zu reduzieren seien demnach gute Lösungsansätze und treffen auf breite Zustimmung beim Gartenbauverband NRW.

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