NRW will Schulhöfe klimaresilient machen

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In NRW sollen mit einem Förderprogramm Schulhöfe klimafit gemacht werden. Symbolfoto: Gundula Vogel/ Pixabay

Mit dem Programm „Coole Schulhöfe“ investiert das nordrhein-westfälische Umweltministerium in eine klimaresiliente Umgestaltung von Schulhöfen. Das Programm ist Teil des Sonderprogramms „Klimaresilienz in Kommunen“, welches ein Volumen von 12,5 Millionen Euro hat.

Schulhöfe widerstandsfähig gegen den Klimawandel machen

Die Diskussionen um Schottergärten und versiegelte Flächen an Wohnhäusern reißt nicht ab, doch was ist mit Schulhöfen, die in den meisten Fällen ebenfalls großflächig versiegelt sind und mit Asphalt, Beton oder Pflastersteinen versehen sind. Hier setzt die gemeinsame Aktion von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem nordrhein-westfälischen Umweltministerium an, welches für die DUH bereits neben der Zusammenarbeit mit den Ministerien der Länder Thüringen, Hessen und Brandenburg die vierte Kooperation in diesem Rahmen ist. Mit dem Projekt „Coole Schulhöfe für Nordrhein-Westfalen“, welches kürzlich am Humboldtgymnasium in Solingen vorgestellt worden ist, sollen Schulhöfe widerstandsfähig gegen den Klimawandel gemacht werden. In Solingen wurde in Beisein der NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH der erste Baum der künftigen schuleigenen Streuobstwiese gepflanzt.

Umgestaltung wird mit bis zu 100.000 Euro unterstützt

„Mit dem Projekt und der Förderung unterstützen wir Kommunen und Schulen, sich klimafit zu machen. Dafür brauchen wir mehr Stadtgrün - als Wasserspeicher, als Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt und als Lern- und Erholungsräume. Die UN-Klimakonferenz unterstreicht gerade, wie dringend und existenziell Klimaschutz und Klimaanpassung sind. Ich freue mich über das tolle Engagement, mit dem wir hier in Nordrhein-Westfalen gemeinsam ganz konkret daran arbeiten, unser Land nachhaltig zu gestalten und auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten“, sagte Heinen-Esser am Humboldtgymnasium. Dabei unterstützt und finanziert ihr Ministerium mit dem Programm die Vernetzungs- und Beratungsprogramme der DUH. Insgesamt zehn Schulen in NRW nehmen bereits am Programm teil und sollen dadurch auch als Multiplikatoren und Ideengeber für weitere Schulen dienen. Maßnahmen zur Umgestaltung der Schulgelände, wie beispielsweise die Entsiegelung fördert das Land ebenfalls über das Sonderprogramm mit bis zu 100.000 Euro.

Umbaumaßnahmen am Humboldtgymnasium Solingen

„Klimaresiliente, naturnahe und spannende Schulhöfe verbessern das Mikroklima und das Lernklima. Unterricht kann nach draußen verlagert werden, Kinder und Jugendliche erfahren eine vielfältigere Natur direkt vor ihrer Klassentür und können sich in den Pausen besser erholen. Wir freuen uns, dass wir jetzt auch in Nordrhein-Westfalen so nachhaltigkeitsengagierte Schulen wie das Humboldtgymnasium Solingen bei der Umgestaltung ihrer Schulhöfe unterstützen können“, pflichtete Müller-Kraenner bei. Im Fall des Solinger Humboldtgymnasiums werden neben der neuen Streuobstwiese mit Heckeneinfassung noch ein Naschgarten, insektenfreundliche Blühstreifen und Hochbeete auf dem Schulhof angelegt. Um dem zunehmenden Hitzestress auf dem Gelände zu begegnen, werden etliche neue Bäume als Schattenspender gepflanzt. „So wird der Schulhof ein lebendiger und 'coolerer' Ort", sagte Müller-Kraenner abschließend.

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