Özdemir will an ZKL festhalten

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir will an der Zukunftskommission Landwirtschaft festhalten. Foto: BMEL/ Janine Schmitz/ photothek

Nachdem die Zukunftskommission Landwirtschaft im vergangenen Sommer ihren Abschlussbericht vorlegte, tagte das Gremium auf Einladung von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir erneut und trat mit dem Minister in den Austausch über die aktuelle Situation und anstehende Herausforderungen.

ZKL legte bereits Abschlussbericht vor

Im Sommer 2020 wurde von der damaligen Bundesregierung die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) ins Leben gerufen, um eine tragfähige Lebensmittelproduktion mit Umweltschutz in Einklang zu bringen. Auch ZVG-Präsident Jürgen Mertz wurde in das Gremium berufen und vertrat dort die Interessen des deutschen Gartenbaus. Angesiedelt wurde die ZKL am Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), mit dem sie im verstetigten Dialog stand. Nach einem Zwischenbericht im März 2021 legte die Kommission im Juni des Jahres ihren Abschlussbericht vor, mit dem die Arbeit prinzipiell beendet war. Wie das BMEL jetzt bekannt gab, lud der neue Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Zukunftskommission kürzlich nochmals zum gemeinsamen Austausch ein und wolle demnach am Gremium auch zukünftig festhalten.  

„Angriffskrieg Russlands im Fokus politischen Handelns“

Im Zentrum des Austausches stand der vorherrschende Ukraine-Konflikt. „Erst einmal ist unsere oberste Maxime, der Ukraine, wo es irgend geht, zur Seite zu stehen. Das ist eine Selbstverständlichkeit“, machte Özdemir nach dem Treffen deutlich. Wenngleich wolle er das Ziel einer klimagerechten Landwirtschaft aber nicht aus den Augen verlieren. „Jetzt gilt es aber, die Auswirkungen des Kriegs abzupuffern“, so der Grünen-Politiker.  „Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine steht derzeit zu Recht im Fokus unseres politischen Handelns.“

ZKL bleibt weiterhin bestehen

Laut Özdemir müsse aber auch trotzdem die Klima- und Biodiversitätskrise im Auge behalten werden. „Deshalb arbeiten wir an der Transformation hin zu einem nachhaltigen und resilienten Agrar- und Ernährungssystem. Und deshalb werden wir auch nicht hinter die Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission und die Schlussfolgerungen der Zukunftskommission zurückfallen. Wir dürfen mit unseren Anstrengungen jetzt nicht nachlassen“, erläutert der Bundesminister weiter. „Ich bin froh, dass es heute seitens der Mitglieder auch in dieser Lage ein Bekenntnis zu den gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen gegeben hat und uns die ZKL als Resonanzboden für unsere Transformationspolitik weiter zur Verfügung steht. Ich danke den Mitgliedern der Kommission und der sie tragenden Institutionen und Verbände. Wir haben sehr konstruktiv und offen darüber diskutiert, wie wir die Herausforderungen bewältigen können. Ich habe viele pragmatische Vorschläge gehört und keine ideologischen Scheuklappen gesehen“, lautete Özdemirs Fazit nach dem ersten gemeinsamen Treffen.

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