Wirtschaft & Politik

Paprika-Kartell kommt mit blauem Auge davon

, erstellt von

Glimpflich davongekommen ist das sogenannte „Paprika-Kartell“ in den Niederlanden. Die zuständige Kartellbehörde AMC hat jetzt die Strafen für unerlaubte Preisabsprachen in der niederländischen Paprikavermarktung drastisch gesenkt – von ehemals 14 Millionen Euro auf jetzt 1,63 Millionen Euro.

In der niederländischen Paprikavermarktung hat es illegale Preisabsprachen gegeben. Foto: JOVO/Fotolia

Paprika-Kartell geht gegen Bußgelder in Berufung

Die beiden Vermarktungsorganisationen United West Growers und Rainbow International waren 2012 wegen illegaler Preisabsprachen zu einem Bußgeld von je sieben Millionen Euro verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legten die beiden niederländischen Unternehmen jedoch Berufung ein.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das zuständige Gericht in Rotterdam daraufhin entschieden, dass die Bußgelder tatsächlich zu hoch angesetzt waren und reduzierte diese um mehrere Millionen Euro.

Kartellbehörde senkt Strafen für Paprika-Kartell nochmals deutlich

Die nun nochmals erfolgte Senkung der Strafen für das „Paprika-Kartell“ erklärt die Kartellbehörde Medienberichten zufolge mit einer veränderten Bemessungsgrundlage. Demnach haben die betroffenen Vermarktungsorganisationen zusätzliche Informationen unter anderem zur damaligen Umsatzsituation vorgelegt.