Wirtschaft & Politik

Pflanzenzüchter unterstützen Entscheidung zu Biopatenten

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) begrüßt die fraktionsübergreifende Erklärung zu „Biopatenten“. Darin sprechen sich die zuständigen Berichterstatter der Bundestagsfraktionen dafür aus, dass neben den im Wesentlichen biologischen Verfahren der Pflanzenzüchtung auch die daraus entstehenden Pflanzen nicht patentierbar sein sollen.

 

 

Der BDP unterstützt nach eigenen Aussagen diese konsequente Auslegung der so genannten „Brokkoli-Entscheidung“ des Europäischen Patentamtes durch die Politik.

„Durch die Erklärung über Parteigrenzen hinweg sehen wir unsere Forderung bestätigt, dass es nicht nur auf die Verfahren, sondern auch auf die Pflanzen keine Patente geben darf, wenn diese nicht technisch, sondern im Wesentlichen biologisch gezüchtet worden sind“, erklärt Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des BDP. Künftige Entscheidungen des Europäischen Patentamtes müssten entsprechend ausfallen, fordert er.

Für die ebenfalls in der Erklärung geäußerte Anerkennung des Sortenschutzes als primäres Schutzrecht in der Pflanzenzüchtung setzt sich der BDP seit vielen Jahren ein. „Der Schutz geistigen Eigentums ist eines unserer Kernanliegen. Er ist für die Erhaltung der Vielfalt einer innovativen und leistungsstarken Züchterlandschaft unerlässlich“, so Schäfer.

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) mit Sitz in Bonn und Berlin ist die berufsständische Vertretung der rund 130 deutschen Pflanzenzuchtunternehmen und Saatenhändler aus den Bereichen Landwirtschaft, Gemüse und Zierpflanzen.