Wirtschaft & Politik

Programm für erneuerbare Energien aufgestockt

In diesem Jahr wird das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmebereich (MAP) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mehr Förderung ausschütten können. Aufgrund von Restmitteln aus den Vorjahren stehen in diesem Jahr insgesamt 366 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Bundeshaushalt sind rund 250 Millionen Euro für das MAP eingestellt. Hinzu kommen Restmittel aus den Vorjahren in Höhe von 116 Millionen Euro.

Die Umstellung auf erneuerbare Energieträger ist mit beträchtlichen Investitionen verbunden. Vor dem Hintergrund der Energiewende ist die Umstellung auch für Gartenbaubetriebe eine Investition in die Zukunft, so der Zentralverband Gartenbau.

Das MAP zielt darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmebereich bis zum Jahr 2020 auf mindestens 14 Prozent zu steigern. Vom MAP profitieren sowohl private Antragsteller im Rahmen des so genannten BAFA-Teils als auch gewerbliche Investoren über das KfW-Programm „Erneuerbare Energien, Premium“.

Gartenbaubetriebe könnten beide Programmteile in Anspruch nehmen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Rahmen des Programms die Errichtung und Erweiterung unter anderem von:

  • Solarkollektoranlagen mit bis zu 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche
  • Solarkollektoranlagen mit mehr als 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche auf Ein- und Zweifamilienhäusern mit hohen Pufferspeichervolumina
  • automatisch beschickten Biomasseanlagen
  • besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln
  • effizienten Wärmepumpen. 

Mit dem KfW-Programm „Erneuerbare Energien, Premium“ werden Investitionen zur Nutzung erneuerbarer Energien bei der Errichtung und Erweiterung folgender Anlagen gefördert:

  • Solarkollektoranlagen von mehr als 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche als solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung von Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten oder Nichtwohngebäude mit mindestens 500 Quadratmeter Nutzfläche, zur Bereitstellung von Prozesswärme oder zur solaren Kälteerzeugung
  • große, automatisch beschickte Biomasse-Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse für die thermische Nutzung mit mehr als 100 Kilowatt Nennwärmeleistung
  • streng wärmegeführte KWK-Biomasse-Anlagen mit bis zu zwei Megawatt Nennwärmeleistung
  • Nahwärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden, mit einem Wämeabsatz von mindestens 500 Kilowatt pro Stunde pro Jahr und Meter Trasse
  • große Wärmespeicher mit mehr als 20 Kubikmeter, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Anlagen zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität
  • große effiziente Wärmepumpen mit einer installierten Nennwärmeleistung von mehr als 100 kW (mit Ausnahme von Luft/Wasser-Wärmepumpen) Anträge sind in jedem Fall vor Vorhabensbeginn zu stellen.

(zvg)