Wirtschaft & Politik

Rechnungsrichtlinie: Schonfrist läuft aus

Bereits am 1. Januar dieses Jahres gilt die EU-Rechnungsrichtlinie verbindlich auch in Deutschland. Nun endet auch die von den Finanzämtern eingeräumte Schonfrist am 1. Juli. Ab sofort gilt also, dass das Finanzamt den Vorsteuerabzug und die Anerkennung der Kosten als Betriebsausgabe verweigern kann, wenn die Rechnungen nicht die vorgegebenen Kriterien erfüllen . Nach einem Urteil des Amtsgerichts Waiblingen (Aktenzeichen 14 C 173/03) hat der Rechnungsempfänger auch das Recht, die Zahlung zu verweigern. Nach den neuen Bestimmungen müssen alle Rechnungen folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift des Lieferanten, Ausstellungsdatum der Rechnung, Bezeichnung der Ware oder Dienstleistung, Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung, wenn dieser nicht mit dem Rechnungsdatum übereinstimmt, Aufschlüsselung des Nettobetrages nach Steuersätzen, Umsatzsteuersatz oder Hinweis auf Steuerfreiheit, Betrag der Umsatzsteuer. Zusätzlich müssen alle Rechnungen über 100 Euro noch folgende Angaben beinhalten: Name und Anschrift des Leistungsempfängers, Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID-Nummer der Lieferanten, eine fortlaufende Rechnungsnummer.