Wirtschaft & Politik

Recht: Kundenzufriedenheitsanfrage per E-Mail unzulässig

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Auch eine sogenannte Kundenzufriedenheitsangabe per E-Mail stellt nach Auffassung des Oberlandesgerichts Dresden eine unzumutbar belästigende und damit unerlaubte Werbung dar, wenn das vorherige Einverständnis des Empfängers der Anfrage nicht vorlag. Diese diene zumindest auch dazu, einen Kunden zu behalten.

E-Mail dient der Kundenbindung und Weiterempfehlung

Der Empfänger erhalte den Eindruck, der Verkäufer bemühe sich auch noch nach Geschäftsabschluss um ihn und eine persönliche Bewertung seines Angebotes, um ein Bild über die Schwächen und Stärken zu gewinnen. Auch bringe sich der Versender der E-Mail dadurch bei dem Kunden in Erinnerung. Dies diene der Kundenbindung und der Weiterempfehlung.

Oberlandesgericht Dresden vom 26. April 2016; Az. 14 U 1773/15, K&R 2016, 523.

Dr. Peter Schotthöfer ist Rechtsanwalt in der Anwaltskanzlei Dr. Schotthöfer & Steiner in München.

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