Wirtschaft & Politik

Royal Horticultural Society sitzt Betrügern auf

, erstellt von

Betrüger haben die Royal Horticultural Society (RHS) um insgesamt 700.000 Britische Pfund erleichtert. Medienberichten zufolge ließen sich Elaine Summers und Shaheen Kadri über einen Zeitraum von zehn Jahren von der RHS für Reinigungsarbeiten bezahlen, die sie jedoch nie ausgeführt haben. Kopf hinter dem Betrug soll der frühere Betriebsleiter der RHS, Stuart Medhurst, sein.

Die Betrüger, die die Royal Horticultural Society um insgesamt 700.000 Pfund erleichtert haben, müssen mit Freiheitsstrafen rechnen. Foto: ivanfff/Fotolia

Betrüger schicken gefälschte Rechnungen an Royal Horticultural Society

Wie Court News UK schreibt, haben Summers und Kadri zwischen 2004 und 2014 regelmäßig gefälschte Rechnungen an Medhurst für angeblich ausgeführte Reinigungsdienste geschickt. Über die Jahre kam so eine Summe von mehreren 100.000 Britischen Pfund zusammen – die 54-jährige Summers hatte insgesamt 360.859,51 Britische Pfund ergaunert, ihr zehn Jahre jüngerer Komplize insgesamt 317.110 Britische Pfund.

Weitere 43.895 Britische Pfund hatte Medhurst selbst zwischen 2007 und 2014 unterschlagen – für seinen „Eigenbedarf“, wie der ehemalige Betriebsleiter der Royal Horticultural Society inzwischen zugegeben hat.

Royal Horticultural Society stolpert über falsche Rechnungen und leitet Ermittlungen ein

Aufgeflogen war der Betrug, als die Royal Horticultural Society im Oktober 2013 über Rechnungen für Reinigungsarbeiten gestolpert war, die auf „Elaine V Summers“ ausgestellt waren. Der Anklage zufolge hatte im fraglichen Zeitraum nämlich eine Firma namens CBA Cleaning sämtliche Reinigungsarbeiten für die Royal Horticultural Society erledigt.

Wie die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen ergaben, wanderte das Geld für Summers und Kadri auf zwei getrennte Bankkonten. Wie beide übereinstimmend gegenüber der Polizei angaben, hatten sie den Großteil des Geldes im Anschluss direkt auf Medhursts Konto überwiesen beziehungsweise ihm persönlich ausgehändigt.

Kadri bestritt gegenüber der Polizei, von dem Betrug gewusst zu haben und gab an, die Geschäfte mit Medhurst unmittelbar beendet zu haben, nachdem dieser ihm genauere Auskünfte verweigert zu haben. Summers hatte gegenüber der Polizei eingeräumt, Medhurst bereits seit 25 Jahren zu kennen und von ihm 2004 ein Jobangebot bekommen zu haben.

Betrüger müssen mit Freiheitsstrafen rechnen

In einem Verfahren vor dem Southwark Crown Court wurden Summers und Kadri jetzt des Diebstahls für schuldig gesprochen. Medhurst, der sich in zwei Anklagepunkten der Anstiftung zum Diebstahl sowie in einem weiteren Anklagepunkt des Betrugs für schuldig erklärt hatte, ist bis zur Urteilsverkündung am 9. September auf Kaution frei.

Alle drei Angeklagten müssen nun mit einer Freiheitsstrafe rechnen, wie der zuständige Richter bereits angedeutet hat.