Wirtschaft & Politik

Russischer Importstopp: weiter EU-Hilfen für Obst- und Gemüsebau

, erstellt von

Keine Entspannung zwischen Russland und der Europäischen Union in Sicht: Nachdem die EU letzte Woche ihre Wirtschaftssanktionen bis Ende 2018 verlängert hatte, kontert das ehemalige Zarenreich und setzt das Importverbot für Lebensmittel aus dem Westen ebenfalls fort. Davon betroffene Obst- und Gemüsebauern will  die EU weiter finanziell unterstützen.

Gemüseproduzenten in der EU erhalten weiter finanzielle Ausgleichszahlungen für entgangene Exporte nach Russland. Foto: Bestart/Fotolia

Russisches Lebensmittel-Importverbot seit 2014 in Kraft

Wie die britische Hortweek berichtet, hat die Union weitere 70 Millionen Euro bewilligt, um durch den russischen Importstopp entstehende Verluste der europäischen Obst- und Gemüseproduzenten aufzufangen. Die Hilfsprogramme wurden 2014 gestartet, als die russischen Einfuhrverbote für Obst, Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte unter anderem aus der EU in Kraft traten.

Nach Angaben der EU-Kommission sind bislang Hilfsgelder in Höhe von 447 Millionen Euro geflossen. Insgesamt rund 1,6 Millionen Tonnen Obst und Gemüse, die nicht mehr nach Russland exportiert werden konnten, wurden kostenfrei an Wohltätigkeitsorganisationen und Schulen verteilt, an Tiere verfüttert oder anderweitig verarbeitet.

Einfuhrstopp kommt Russlands Lebensmittel-Produzenten zugute

Weil der Importstopp für Lebensmittel aus dem Westen den heimischen Produzenten zugutekommt, hat Russlands Präsident Wladimir Putin Medienberichten zufolge derweil bereits angekündigt, dass die Einfuhrverbote noch lange Zeit gelten sollen. Russland hatte damit ursprünglich auf Wirtschaftssanktionen reagiert, die die Europäische Union aufgrund des Ukraine-Konflikts verhängt hatte.