Wirtschaft & Politik

Russland verbrennt Rosen aus dem Westen

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Nachdem Russland im Zuge seines Embargos bereits tonnenweise Lebensmittel aus der EU und den USA – darunter 480 Tonnen Produkte pflanzlicher Herkunft – hat vernichten lassen, sind jetzt Blumen aus dem Westen dran. Wie diverse Medien berichten, war im russischen Staatsfernsehen zu sehen, wie Pakete mit Rosen aus den Niederlanden verbrannt wurden.

Russland lässt aktuell Rosen aus den Niederlanden vernichten. Foto: denys_kuvaiev/Fotolia

Russische Sanktionen politisch motiviert?

Während niederländische Blumenhändler hinter den Vernichtungsmaßnahmen sowie neu eingeführten Importkontrollen Russlands politische Gründe beziehungsweise den Streit über die Ermittlungen zum Boeing-Abschuss in der Ukraine als wahre Motivation für die jüngsten Sanktionen sehen, nennt Russland Schaderreger wie den Kalifornischen Blütenthrips als Grund.

„Die Blumen kommen bei uns mit Zertifikaten aus sieben verschiedenen EU-Ländern an. Deswegen sind wir gezwungen, selbst jede einzelne Lieferung zu prüfen“, wird etwa ein Regionalleiter der russischen Agrar-Aufsichtsbehörde im Hinblick auf die neu eingeführten Kontrollen vom Bayerischen Rundfunk zitiert.

Wie es dort weiter heißt, haben die Niederlande in der ersten Jahreshälfte Tulpen, Rosen und andere Schnittblumen im Wert von 100 Millionen Euro nach Russland verkauft.