Wirtschaft & Politik

Schnittblumen und Gartenpflanzen: bessere Preise

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In der 10. Periode des Jahres haben vor allem Schnittblumen das Marktgeschehen bestimmt, meldet die Royal FloraHolland. Es habe deutlich mehr Nachfrage nach Schnittblumen als in den vorigen Jahren gegeben. Dadurch wurde ein höherer Durchschnittspreis erzielt.

Bei Rosen liegt der Absatz über den Direkthandel derzeit bei rund einem Drittel der gesamten Absatzmenge. Foto: Royal FloraHolland

Durchschnittspreise für Schnittblumen legen um fünf Prozent zu

Insgesamt ist der Umsatz bei Schnittblumen in der 10. Periode um drei Prozent gestiegen. Die Anlieferungsmenge sank leicht, nämlich um zwei Prozent. Der Durchschnittspreis konnte fünf Prozent zulegen. So erzielten Lilien, Hortensien und Freesien einen deutlich höheren Durchschnittspreis als vor einem Jahr. Chrysanthemen und Gerbera lagen dagegen unter dem Durchschnitt des vergangenen Jahres.

Bei den Zimmerpflanzen blieb der Umsatz nahezu unverändert, ebenso die angelieferten Mengen und die Durchschnittspreise. Auf Produktebene gab es laut Royal FloraHolland jedoch Unterschiede zum Vorjahr. So fiel die Anlieferung bei Phalaenopsis und Topfrosen deutlich geringer aus als im Vorjahr. Das hat sich auf ein besseres Preisniveau ausgewirkt. Die Anliefermengen von Kalanchoe und Anthurium lagen deutlich höher als im Vorjahr, was sich aber nicht auf die Durchschnittspreise niederschlug.

Bei Gartenpflanzen steigen Umsatz und Durchschnittspreise

Bei den Gartenpflanzen stieg der Umsatz um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anlieferungsmenge blieb nahezu unverändert, während sich der durchschnittliche Preis um sechs Prozent erhöhte. Es waren vor allem Violen und Eriken, die laut Royal FloraHolland für einen positiven Impuls sorgten.

Die Periode 10 – die in diesem Jahr auf den Zeitraum vom 11. September bis einschließlich 6. Oktober fiel – ist in der Regel eine ruhige Zeit für den Verkauf von Schnittblumen und Topfpflanzen, so die Versteigerung. Denn in diese Zeit fallen nur wenige spezifische Feiertage, die den zusätzlichen Absatz von Blumen und Pflanzen ankurbeln könnten. Für den genannten Zeitraum meldet Royal FloraHolland ein Wachstum von 2,4 Prozent. Aufgerechnet auf das bisherige Jahr 2017 ergibt sich ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent.

Direkter Handel nimmt bei Topfpflanzen stärker zu als bei Schnittblumen

Die weitere Verschiebung des Absatzes von der Uhr hin zum direkten Handel verläuft weiter in einem gleichmäßigen Tempo, so Royal FloraHolland. Auffallend sei, dass bei Topfpflanzen der direkte Handel größer ist und stärker zunimmt als bei Schnittblumen. Schnittblumen legten im Direkthandel um ein Prozent auf jetzt 31,2 Prozent zu. Bei Topfpflanzen stieg der Anteil am Direkthandel um 2,4 Prozent auf 79,2 Prozent. Bei den Gartenpflanzen wuchs der Anteil um 5,2 Prozent auf jetzt 64,3 Prozent.

Auf Produktebene sind es bei Schnittblumen vor allem Gerbera und Lilien, die zu mehr als 50 Prozent über den direkten Handel abgesetzt werden. Bei Produkten wie Rosen und Chrysanthemen liegen die Anteile am Direkthandel bei je einem Drittel des gesamten Absatzes.