Wirtschaft & Politik

Syngenta bereit zu Übernahmeverhandlungen

, erstellt von

Alles eine Frage des Geldes: Wie diverse Medien berichten, soll der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta nun doch bereit zu Übernahmegesprächen mit Monsanto sein. Allerdings muss das amerikanische Konkurrenzunternehmen sein Angebot dazu deutlich aufstocken.

Monsanto ist an einer Übernahme von Syngenta interessiert. Foto: Syngenta

Syngenta will mehr Geld von Monsanto

Statt der Anfang Mai offerierten 449 Franken je Syngenta-Aktie will das Schweizer Unternehmen Medienberichten zufolge nun mindestens 500 Franken je Aktie von Monsanto haben. Zudem soll der Anteil des Kaufpreises, der bar bezahlt wird, angehoben werden. Darüber hinaus ist von einer Gebühr in Milliardenhöhe die Rede, sollte die Übernahme letztlich doch scheitern.

Übernahmekommission könnte sich einschalten

Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schreibt, könnte sich auch noch die Schweizer Übernahmekommission (STB) in die Verhandlungen einschalten. Nach der seit 2009 existierenden „Put up or shut up“-Klausel  könnte sie die Bieterpartei dazu zwingen, innerhalb einer festgelegten Zeitspanne eine Offerte zu unterbreiten. Gibt es kein öffentliches Kaufangebot des Bieters, dürfte er für die folgenden sechs Monate kein weiteres Gebot für das betreffende Unternehmen abgeben. Der NZZ zufolge hat die STB bislang lediglich erklärt, sich den Fall anzusehen.

Ein in der NZZ zitierter Analyst gibt an, dass in der aktuellen Lage eine nachgebesserte Offerte von Monsanto am wahrscheinlichsten sei. Gleichzeitig sehe er aber zahlreiche Risiken, die das Vorhaben scheitern lassen könnten, heißt es.