Wirtschaft & Politik

Syngenta: Stoppen USA Übernahme durch ChemChina?

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Während die Übernahme von Syngenta durch ChemChina vielfach nur noch als reine Formsache betrachtet wird, könnten die USA den Abschluss des Geschäfts noch torpedieren. Wie das Schweizer Online-Portal Telebasel berichtet, prüft der amerikanische Ausschuss für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) aktuell, ob durch die Übernahme eventuell die nationale Sicherheit gefährdet werden könnte.

Der US-Hauptsitz von Syngenta in North Carolina. Foto: Syngenta

Syngenta erwirtschaftet mehr als ein Fünftel seiner Einnahmen auf dem US-Markt

Syngenta besitzt nicht nur mehrere Niederlassungen in den USA – neben dem US-Hauptsitz in North Carolina außerdem Standorte in Kalifornien, Delaware, Iowa und Minnesota. Der Schweizer Agrochemiekonzern erwirtschaftet zudem über 20 Prozent seiner Einnahmen auf dem US-Markt.

Dem Telebasel-Bericht zufolge könnte der Ausschuss daher zu dem Schluss kommen, dass die landwirtschaftlichen Produkte von Syngenta als „entscheidend wichtiger Teil der Infrastruktur“ der USA eingestuft werden und die Übernahme durch den chinesischen Konzern daher nicht im US-Interesse sei.

Chemische Anlagen von Syngenta in den USA „potentielle Ziele für terroristische Infiltration“

Zudem besitze Syngenta in Amerika unter anderem chemische Anlagen, die in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für innere Sicherheit als „potentielle Ziele für terroristische Infiltration“ registriert wurden. Entsprechend misstrauisch stehen die USA der jetzt geplanten Übernahme von Syngenta durch ChemChina gegenüber.

Wie es in dem Bericht von Telebasel weiter heißt, wird das Urteil des Komitees für ausländische Investitionen in den USA in spätestens drei Monaten erwartet.