Wirtschaft & Politik

TASPO dossier: Familienbetriebe am Ende?

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Die klassische Familiengärtnerei steht unter Druck. Gartenbaubetriebe werden in Zukunft nur noch als große globale Unternehmen funktionieren, sagen die einen. Kleine Betriebe finden ihre Nische in der regionalen Verankerung und in der persönlichen Kundenansprache, sagen die anderen. Im neuen TASPO dossier zeigen wir anhand von Beispielen, dass der familiengeführte Gartenbaubetrieb viele Chancen bietet und auch für kommende Generationen attraktiv sein kann.

Familienbetriebe: Viele Wege führen zu einer erfolgreichen Zukunft. Grafik: Carsten Bittner

Die Statistik ist eindeutig: Die Anzahl der Produktions-Betriebe nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Zugleich bleibt aber die bewirtschaftete Fläche konstant hoch. Wenige große Betriebe generieren mittlerweile mehr als die Hälfte des Nettoumsatzes. Und der Trend setzt sich unvermindert fort.

Familienbetriebe: wichtige Rolle für Volkswirtschaft und Gesellschaft

Kleine Familienbetriebe, egal ob aus dem Gartenbau, der Floristik oder dem Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau), geben auf, weil sie keinen Nachfolger finden oder werden von Dritten übernommen. Familienunternehmen werden von Großen aufgekauft oder müssen sich zu Global Playern entwickeln.

Dabei haben familiengeführte Unternehmen in Deutschland eine wichtige Rolle für die Volkswirtschaft und Gesellschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte es auf den Punkt: „Der Mittelstand ist das Rückgrat der bundesrepublikanischen Wirtschaft, die Familienunternehmen sind ihr Kern.“

Nicht so schlecht bestellt um Familienbetriebe

Und wirklich ist es für Familienbetriebe nicht so schlecht bestellt, wie die Zahlen auf den ersten Blick erscheinen lassen mögen. Sie sind der Garant dafür, dass die Branche lebt, wie Experten bestätigen. Nicht die Größe zählt dabei, sondern das Profil und der Blick auf den Kunden. Dienstleistung und heimische Produktion sind gefragt wie lange nicht.

Anhand von Beispielen zeigen wir im neuen TASPO dossier, das am 1. April erscheint, dass der familiengeführte Gartenbaubetrieb viele Chancen bietet und auch für kommende Generationen attraktiv sein kann. Das passende Konzept, die konsequente Ausrichtung und die notwendige Leidenschaft sind Garanten für eine erfolgreiche Weiterführung durch die nächste Generation. Global verlieren Familienbetriebe, lokal gibt es weiter tolle Chancen für Unternehmer, wie es ein Experte auf den Punkt bringt.

TASPO dossier II/16 – aus dem Inhalt

  • Meinungen aus der Branche: Familienbetriebe – Chance oder Hemmnis?
  • Provokante These: Der klassische Gartenbau hat keine Chance!
  • Der Kunde kauft bewusst im Familienbetrieb ein – eine Umfrage in Blumenläden
  • Fünf Experten, ein Thema: Familienbetriebe haben eine Zukunft