Wirtschaft & Politik

Totalrevision der EU-Ökoverordnung vom Tisch

Auf Wiedersehen Totalrevision der EU-Ökoverordnung: Wie aus einer Pressemitteilung der Bioland e.V. hervorgeht, hat der Der Bundestag Landwirtschaftsminister Christian Schmidt aufgefordert, die Totalrevision der EU-Ökoverordnung in Brüssel abzulehnen. Nur so könne der Biolandbau in Deutschland und Europa seine guten Entwicklungschancen nutzen.

Jan Plagge, Präsident des Bundesverbands Bioland, apelliert an Landwirtschaftsminister Schmidt. Foto: Bioland e.V.

Der Entschluss der Abgeordneten erfolgte einstimmig. „Damit liegt der Bundestag ganz auf der Linie der Beschlüsse von Bundesrat und Agrarministerkonferenz und der gesamten betroffenen Wirtschaft, die eine klare Alternative einfordern: nämlich die bestehende EU-Ökoverordnung praxistauglich weiterzuentwickeln“, heißt es in der Mitteilung.

Bioland fordere Schmidt auf, für diese Position Mehrheiten in Brüssel zu organisieren. „Diese einmalige breite und einstimmige Rückendeckung aus Bund und Ländern muss Bundesminister Schmidt nun nutzen und offensiv für einen Neustart unter dem designiertem Agrarkommissar Hogan werben“, so Jan Plagge, Präsident von Bioland.

Biolandbau bei Durchsetzung des EU-Vorschlags in Nische abgedrängt
Schmidt stellte am Donnerstag fest, dass der Biolandbau in die Nische zurück gedrängt würde, wenn sich die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag durchsetzen sollte. Bereits jetzt führt die Diskussion zur neuen EU-Ökoverordnung zu einer unnötigen Verunsicherung bei bestehenden Biobauern, aber auch potentiellen Umstellern.

Das zeige sich laut Landesagrarminister Till Backhaus beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern ganz eindeutig: Hier hat die Ökofläche im ersten Halbjahr 2014 um 5.000 Hektar abgenommen. Backhaus führt diesen Rückgang auf genau diese Verunsicherung zurück. (ts)