Wirtschaft & Politik

TransFair: „Flower Power“ am Weltfrauentag

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Frauen- und Arbeiterrechte auf Blumenfarmen stärken: Dafür setzt sich TransFair mit „Flower Power“ ein. Teil der Kampagne sind bundesweite Rosenaktionen an Schulen, in Kommunen, Vereinen und Kirchengemeinden am heutigen Weltfrauentag.

Bereits jede vierte in Deutschland gehandelte Schnittrose trägt das Fairtrade-Siegel. Foto: TransFair

Kenianische Blumenproduzentin zu Gast in Köln

In Köln und Umgebung etwa berichtet Blumenproduzentin Rosemary Achieng über die Arbeitsbedingungen speziell auf kenianischen Farmen und die Bedeutung von fairem Handel für die Arbeiterinnen. Die alleinerziehende Mutter dreier Söhne war mehrere Jahre Vertreterin des Gender-Komitees der Fairtrade-zertifizierten Blumenfarm Panda Flowers.

„Mein Hauptziel ist es, meinen Söhnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, damit sie eine sichere Zukunft haben. Ich bin dankbar dafür, dass Fairtrade mich auf diesem Weg unterstützt. Durch die Fairtrade-Prämie profitieren alle Gemeindemitglieder. Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Fairtrade-Blumen verkauft werden, damit alle Kinder unserer Gemeinde eine gute Schulbildung erhalten werden“, so Achieng.

50 Prozent Frauenanteil auf Blumen- und Pflanzenfarmen

Nach TransFair-Angaben sind etwa 50 Prozent der Beschäftigten auf Blumen- und Pflanzenfarmen Frauen. Fairer Handel ermögliche ihnen demnach feste Arbeitsverträge, Arbeitsschutz und -sicherheit sowie regelmäßige Fortbildungen. „Mit dem Kauf von Fairtrade-Blumen unterstützen die Konsumenten die Arbeiterinnen dabei, ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben durchzusetzen“, erklärt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair.

Fairtrade-Rosen stammen größtenteils aus Ostafrika. Weltweiter Marktführer bei deren Verkauf ist Deutschland, so TransFair. 367 Millionen faire Rosen gingen hierzulande im vergangenen Jahr über die Ladentheke, wodurch 2,5 Millionen Euro Fairtrade-Prämie generiert wurden.