Wirtschaft & Politik

Übernahme: Monsanto gibt Bayer Korb

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Finanziell nicht ausreichend – mit dieser Begründung hat Monsanto das jüngste Übernahme-Angebot von Bayer abgelehnt. Der Chemiekonzern aus Leverkusen hatte vor wenigen Tagen sein Angebot von 122 US-Dollar auf 125 US-Dollar pro Monsanto-Aktie erhöht.

Bayer hat die Hoffnung auf eine Übernahme von Monsanto noch nicht aufgegeben. Foto: Bayer

Monsanto offen für weitere Gespräche mit Bayer

Wie der amerikanische Agrochemie-Konzern mitteilte, habe der Vorstand übereinstimmend entschieden, dass das höhere Angebot von Bayer nicht genüge, um einen Deal sicherzustellen. Monsanto bleibe aber offen für weitere Gespräche mit Bayer sowie anderen Parteien.

Auf dieser Basis will der Vorstand bewerten, ob sich eine Übernahme im Interesse der Aktionäre von Monsanto realisieren lässt. Allerdings bedeute das noch nicht, dass überhaupt eine Übernahme stattfindet.

Bayer enttäuscht über Nein von Monsanto

Bayer reagierte enttäuscht auf den Korb von Monsanto. Mit seiner aufgestockten Offerte liege das Unternehmen 40 Prozent über dem Monsanto-Schlusskurs vom 9. Mai. „Das angepasste Angebot ist eine überzeugende Gelegenheit für eine sofortige und sichere Wertsteigerung für Monsanto-Aktionäre, insbesondere vor dem Hintergrund der zuletzt schwachen Geschäftsentwicklung und des reduzierten mittelfristigen Ausblicks von Monsanto“, so Bayer.

Darüber hinaus hat Bayer Monsanto eine Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, falls die Kartellbehörden ihre Freigabe verweigern sollten. Der Chemiekonzern bleibe jedenfalls zuversichtlich, dass die geplante Übernahme zustande kommt und steht weiteren Verhandlungen mit Monsanto positiv gegenüber.