Unwetter-Schäden: Klagt ZLTO gegen Versicherer?

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Hagel- und Unwetterschäden sorgen in den Niederlanden für Streit zwischen Versicherern und dem Dachverband Gartenbau. Foto: swa182 Fotolia

Richtige Eisklumpen regneten Ende Juni vom Himmel und verursachten große Schäden in Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Nun liegt der niederländische Dachverband Gartenbau (ZLTO) im Clinch mit den Versicherungsgesellschaften. Denn diese weigern sich für bestimmte Schäden zu zahlen.

Unwetter-Versicherung reicht nicht aus für Hagelschäden im Gartenbau

Der Argumentation der Versicherer nach werden diejenigen Gartenbau-Unternehmen nicht entschädigt, die keine Hagelversicherung zum Zeitpunkt der Unwetter abgeschlossen hatte. Die ZLTO jedoch sieht die Eisklumpen nicht mehr als bloßen Hagel an. Deswegen müssten in den Augen des Dachverbandes auch reguläre Versicherungen gegen Unwetterschäden greifen.

Über 100 Beschwerden: ZLTO erwägt Klage gegen Versicherer

Inzwischen habe der Dachverband so viele Beschwerden von Unternehmen aus dem Gartenbau erhalten, dass er eine Klage in Erwägung ziehe, wie AgriHolland berichtet. Rund 100 Verbandsmitglieder hätten bereits berichtet, keine Entschädigungen durch die Versicherer zu erhalten. Die im Juni entstandenen Schäden gehen in die Millionenhöhe.  

 
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Leserkommentare


  1. Mir ist es nicht verständlich, inwiefern "Eisklumpen" etwas anderes sein sollen als Hagel. Im Gegenteil sind diese Eisklumpen sehr charakteristische Hagelkörner, die nämlich in der Gewitterwolke durch auf und Abwinde "zusammengebacken" werden. Ich kann es auch verstehen, dass ein Versicherer nicht für Hagelschäden aufkommen möchte, wenn der Betrieb Versicherungsschutz dafür hätte einkaufen können es aber nicht getan hat. Dies ist dann eine unternehmerische Entscheidung - auch wenn im Nachhinein die Konsequenzen jetzt weh tun.
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