Wirtschaft & Politik

Landgard & RWZ: Joint Venture für Profi-Gartenbau

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Landgard und die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) gehen gemeinsame Wege, um so ihr Geschäft mit Bedarfsartikeln für den Profi-Gartenbau zu stärken. Das Bundeskartellamt hat dem geplanten Joint Venture der beiden Genossenschaften allerdings noch nicht zugestimmt.

Auslöser für die geplante Kooperation von Landgard und der RWZ seien die Stagnation des deutschen Markts für Profi-Gartenbau und der hohe Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck der Branche. Mit der Gründung eines gemeinsam geführten, breit aufgestellten Anbieters von Garten-Bedarfsartikeln sei es möglich, sich auch künftig bei Kunden und Mitgliedsbetrieben erfolgreich positionieren und gleichzeitig die genossenschaftliche Struktur stärken zu können.

„Nachhaltig die beste Leistung zu optimalen Marktpreisen für unsere Mitglieder sichern“

„Nach einem positiven Geschäftsjahr 2016 und auf Basis der erfolgreichen Restrukturierung von Landgard mit Konzentration auf das Kerngeschäft als vermarktende moderne Erzeugergenossenschaft für Blumen & Pflanzen und Obst & Gemüse legen wir mit dem neuen Joint Venture den Grundstein einer noch besseren langfristigen Leistung für unsere Mitgliedsbetriebe im Bereich Gartenbaubedarf. Es gilt nachhaltig die beste Leistung zu optimalen Marktpreisen für unsere Mitglieder zu sichern“, so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG.

Das Angebot des Joint Ventures soll breite Sortimente mit Schwerpunkten bei Töpfen/Verpackung, Erden/Substraten, Dünger/Nährsalze, Saatgut/Jungpflanzen, Werkzeugen/Technik, Pflanzenschutz und weitere Gartenbau-Bedarfsartikel umfassen – „zu attraktiven Preisen“, wie es in der offiziellen Pressemitteilung der beiden Genossenschaften heißt.

Geschäft im Profi-Gartenbau „Spezialität der RWZ“

„Das Geschäft im Profi-Gartenbau ist eine Spezialität der RWZ. Mit Landgard als Partner haben wir nun die große Chance, durch kosten- und leistungsseitige Synergien aus dem gemeinsamen Verbund unsere Zukunftsfähigkeit in einem harten, auch aus dem benachbarten Ausland zu uns hereindrängenden Wettbewerb zu sichern – und diese Chance wollen wir beherzt nutzen“, so Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der RWZ.

Die RWZ will in das Joint Venture ihr Profi-Gartenbaugeschäft am Niederrhein einbringen, das derzeit noch über die STE-BE GmbH in Korschenbroich, die STE-BE Siegardie sowie die RWZ Betriebsstellen Straelen-Holt, Geldern-Lüllingen und den Blumengroßmarkt in Köln abgewickelt wird. Die übrigen Gartenbau-Standorte im RWZ Vertriebsgebiet will das gemeinsame Unternehmen als Großhandelskunden betreuen.

Landgard steuert den Bereich Gartenbaubedarf, ein aktuelles Profit Center der Landgard Blumen & Pflanzen GmbH, mit den Hauptstandorten Lüllingen, Wiesmoor, Dresden, Neuss und Roisdorf zu dem Gemeinschaftsunternehmen bei.

Gemeinsames Umsatzvolumen von rund 50 Millionen Euro

Das Joint Venture der beiden Genossenschaften soll bundesweit aus den bestehenden Landgard- und RWZ-Standorten heraus agieren. Die Leitung soll gemeinsam durch Landgard und die RWZ mit einer operativ eigenständigen Geschäftsführung erfolgen. Das gemeinsame Umsatzvolumen geben die Genossenschaften mit rund 50 Millionen Euro an.

Sofern das Bundeskartellamt dem geplanten Vorhaben zustimmt, soll der Zusammenschluss diesen Spätsommer abgeschlossen sein.