Wirtschaft & Politik

ZVG begrüßt Corona-Paket der Bundesregierung

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Das am Montag beschlossene Corona-Paket der Bundesregierung trifft beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) auf Zustimmung, wie in einer Meldung  bekannt gegeben wurde. Demnach seien in der aktuellen Situation schnelle und unbürokratische Hilfen notwendig.

Das von der Regierung beschlossene Corona-Rettungspaket trifft auf Zustimmung beim ZVG. Foto: GMH

Wichtige Forderungen der Branche aufgegriffen

Bereits vor dem Beschluss der Bundesregierung mahnte der ZVG, dass die Branche in der aktuellen Situation nicht ohne Hilfe auskomme (TASPO Online berichtete). Das beschlossene Rettungspaket trifft daher auf breite Zustimmung seitens des ZVG. Vor allem die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld, zur Arbeitszeitflexibilisierung und die Erweiterung der 70-Tage-Regelung für Saisonarbeitskräfte seien entscheidende Bausteine und greifen wichtige Forderungen der Branche auf. Jetzt komme es allerdings darauf an, schnelle Liquiditätshilfen für die Unternehmen zu schaffen. „Unsere Betriebe – unabhängig ob gewerblich oder landwirtschaftlich – brauchen dringend Unterstützung mit nicht rückzahlbaren Fördermitteln“, betont ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Derzeit müssen Pflanzen im gesamten Gartenbau im großen Stil vernichtet werden. Ob es sich lohne, Folgesätze noch zu topfen und zu kultivieren, könne noch niemand einschätzen.

Unternehmen stehen vor großen Problemen

Der Obst- und Gemüsebau blicke jedoch noch ungewiss in die diesjährige Saison. Wichtige anstehende Arbeiten können jetzt wie gewohnt nicht durchgeführt werden. Für die Betriebe bestehe nach wie vor derzeit große Unsicherheit bei der Beschaffung von Arbeitskräften. Für den Zierpflanzenbau drohe das Frühjahrsgeschäft komplett wegzubrechen. Etwa knapp die Hälfte der Gesamtmenge an Blumen und Pflanzen werden in normalen Jahren von März bis Mai vermarktet, bei Beet- und Balkonpflanzen seien es laut ZVG sogar 64 Prozent. Die Folgeeffekte der aktuellen Situation sind derzeit daher noch nicht absehbar. Liquiditäts- oder Überbrückungskredite können kurzfristige Hilfen sein, unterstreicht Mertz, müssen aber, ob verzinst oder unverzinst, zurückgezahlt werden. Ein erhöhter Kapitaldienst werde für viele Unternehmen des Gartenbaus nur schwer zu leisten sein. Daher seien direkte Zuschüsse und unbürokratische Hilfen von unschätzbarem Wert.

Solidarisches Vorgehen gefordert

Der ZVG siehe sich zudem in seinen Forderungen auch durch Äußerungen des früheren Wirtschaftsweisen Prof. Peter Bofinger gestützt. Am Wochenende hatte Bofinger gegenüber Deutschlandfunk direkte Zuschüsse zur Stabilisierung der Ertragslage der Unternehmen gefordert. Außerdem sprach er sich für ein solidarisches Vorgehen der Banken und Sparkassen aus.

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.  

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