Wirtschaft & Politik

ZVG: Forderung nach Zielkorridoren für Emissionsminderung

, erstellt von

Nach langen Verhandlungen im September verabschiedete das Bundeskabinett vergangene Woche das Klimaschutzgesetz. Beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) trifft man damit auf gemischte Resonanz. In einer Meldung fordert der Verband die Schaffung von Zielkorridoren.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz fordert die Einrichtung von Zielkorridoren. Foto: ZVG/Batriks Film & Fotografie

CO2-Minderungen bis 2030 festgelegt

Um die vereinbarten Klimaschutzziele 2030 erreichen zu können, beriet das Bundeskabinett lange und ausführlich über ein Gesetz, welches das Erreichen der gesteckten Ziele regeln soll. Vergangene Woche wurde das Klimagesetz nun auf den Weg gebracht und verabschiedet. Damit wurden gesetzlich verbindliche Klimaschutzziele vorgegeben. Vor allem sind im Gesetz Ziele für CO2-Minderungen bis 2030 festgelegt. „Nun kommt es auf das Kleingedruckte in der künftigen Klimastrategie der Bundesregierung an“, erklärte ZVG-Präsident Jürgen Mertz vor der Verabschiedung des Gesetzes. Entgegen den Zielvorgaben im Klimaschutzplan 2050 sei nun allerdings kein Zielkorridor für die Erreichung der Ziele vorgesehen. Das bedeutet, dass alle Vorgaben vom höchsten Wert ausgehen. Der ZVG fordert weiterhin, wie bislang im Klimaschutzplan vorgesehen, wieder den Zielkorridor einzusetzen.

Gartenbau vor große Herausforderung gestellt

CO2 werde demnach zukünftig einen Preis bekommen. Diese Bepreisung wird die Gartenbauunternehmen vor große Herausforderungen stellen (TASPO Online berichtete in diesem Zusammenhang). Laut Mitteilung des ZVG müssen zwingend substanzielle Kompensationsmaßnahmen und auch Anreize für zukünftige Investitionen geschaffen werden, um die Leistungsfähigkeit der Branche gewährleisten zu können. Die im Klimaschutzgesetz vorgesehene Kompensation über die EEG-Umlage, mit der erneuerbare Energien finanziert werden sollen, unterstütze die Branche laut ZVG allerdings nicht.

ZVG begrüßt Steigerung des Bundesprogramm Energieeffizienz

ZVG-Präsident Mertz verweist in diesem Zusammenhang einmal mehr auf die Erfolgsgeschichte des Bundesprogrammes Energieeffizienz. Es sei laut Mitteilung derzeit das einzige und bereits hinlänglich etablierte, sowie hochwirksame Klimaschutzprogramm in Gartenbau und Landwirtschaft. Im Gesetzentwurf sei für den Gartenbau die Fortführung und sogar eine Steigerung des Bundesprogrammes Energieeffizienz vorgesehen. Diesen Punkt begrüße der ZVG ausgesprochen und fordere gleichzeitig eine konstruktive Steuerung in der Umsetzung dessen.