Wirtschaft & Politik

ZVG stellt Forderungskatalog auf

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In der aktuellen Situation stehen viele Betriebe der Grünen Branche vor großen Fragezeichen, wie geht es weiter, wie sollen Rechnungen bezahlt werden, wie komme ich an Saisonarbeitskräfte. Auch nachdem die Bundesregierung das Corona-Hilfspaket auf den Weg gebracht hat, sind viele Fragen noch nicht geklärt. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat deshalb einen Forderungskatalog aufgestellt, um nochmals deutlich zu machen, was die Unternehmen jetzt benötigen, um weiterhin aktiv am Markt teilzuhaben und zukunftsfähig zu sein.

Der ZVG hat einen Forderungskatalog an die Politik aufgestellt. Foto: ZVG/Markula

ZVG fordert direkte Zuschüsse für Gärtnereien

„Unsere Betriebe stehen vor einer nie dagewesenen Situation“, betont ZVG-Präsident Jürgen Mertz in einer Verbandsmeldung. „Im gesamten Gartenbau werden derzeit Pflanzen im großen Stil vernichtet. Selbst geöffnete Gärtnereien leiden unter massiven Umsatzrückgängen. Dabei ist für Blumen und Pflanzen derzeit Hauptsaison. Von März bis Mai werden in normalen Jahren 3,4 Milliarden Euro mit den gärtnerischen Produkten umgesetzt. In der Produktion stehen gerade jetzt wichtige Pflanz- und erste Erntearbeiten an“, macht Merz die dramatische Lage nochmals deutlich, in der sich unzählige Unternehmen derzeit befinden. Weiterhin unterstreicht der ZVG-Präsident, dass Liquiditätsdarlehen die Betriebe nicht in ausreichendem Maße erreichen, wenn Banken und Sparkassen noch immer eine zu aufwendige, detaillierte Liquiditätsplanung verlangen, um Hilfskredite zu beantragen. Eine mögliche Lösung der Liquiditätsengpässe sehe der Zentralverband daher in direkten Zuschüssen für Gärtnereien.

Bundesprogramm Energieeffizienz als mögliche Soforthilfe

Da viele gärtnerische Betriebe in den kommenden Jahren laut ZVG kaum in der Lage sein werden, zusätzliche größere Investitionen zu tätigen, sollte außerdem geprüft werden, Mittel des Bundesprogramms Energieeffizienz als Gartenbau-Soforthilfe in der Corona-Krise bereitzustellen.

Einreisestopp für Saisonarbeiter schnell beenden

Um den Arbeitskräftebedarf im Gartenbau soweit wie möglich sicherzustellen, suchen die Gärtner bereits intensiv nach Lösungen vor Ort und in Zusammenarbeit mit anderen Betrieben, auch aus anderen Branchen. Dies werde den Einsatz von erfahrenen Saisonarbeitskräften allerdings nicht kompensieren können, so der ZVG. Daher fordert der Zentralverband ein möglichst schnelles Ende des Einreisestopps für Saisonarbeitskräfte im Obst- und Gemüsebau aus. Des Weiteren wird nach einem bundeseinheitlichen Vorgehen bei der Durchsetzung der Krisenmaßnahmen verlangt. Die unterschiedliche Auslegung auf Länder-, Landkreis- und sogar auf Kommunalebene verunsichere die Betriebe und wirke sich bereits aktuell auf die weitere Kulturplanung aus.

Der gesamte Forderungskatalog des ZVG kann hier im kompletten Wortlaut heruntergeladen werden.  

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.

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